scroll

Agenturleben: Mein erster Monat

Kurt Panton kam von Miami nach Mannheim in unsere wachsende englischsprachige Redaktion. Da hatten wir aber Glück. Hier schreibt er über seine ersten Wochen bei Callies & Schewe.

Wenn Sie auf diesem Blog gelandet sind, wissen Sie bereits, was Callies & Schewe tut. Daher soll es jetzt ein wenig um das Leben in unserer Agentur gehen. Wenn Sie noch nie in einer Agentur gearbeitet haben, könnten Sie vielleicht denken: Werbeagenturen sind heutzutage eine verwässerte Version von Mad Men. Nur eben ohne das Rauchen im Büro. In gewisser Weise ja, das Leben in Agenturen dreht sich um Menschen und Kreativität. Eine Idee nach der anderen, einige erreichen den Kunden, andere bleiben in der Schwebe, aber der Zug fährt weiter, denn bevor man sich versieht, ist es schon wieder Zeit für ein anderes Thema, einen weiteren neuen Kunden, eine weitere Präsentation und natürlich eine weitere Idee. Das Rad dreht sich und dreht sich und die Kreativität fließt von einer Richtung in die andere.

Was diese Agentur auszeichnet, ist: Wir sind in erster Linie eine Business-to-Business-Agentur. Das heißt: Wir vermarkten vor allem Güter und Dienstleistungen, bei denen viel auf dem Spiel steht und die man nicht mal eben so kauft. Windräder zum Beispiel. Oder eine Software für ein 30.000-Mann Unternehmen. Entsprechend zurückhaltend sind wir mit Guerilla Marketing oder viralen Kampagnen. Trotzdem versuchen wir immer, menschlich zu kommunizieren – mit einem Augenzwinkern, aber immer mit Kompetenz.

Fluide Organisation

Kurt Panton, Texter, kommt aus Miami

In dieser Agentur durchbrechen wir die herkömmlichen Grenzen in dem, was wir tun, aber vor allem in dem, was wir sind. Die Organisationsstruktur ist dynamisch und fließend, die Hierarchien sind flach. All die Jahre an einer Universität werden Sie hier nicht einschränken. Ebenso wenig wie die bisherige Erfahrung. Beide werden nur dazu beitragen, das eigene Wachstum zu entfesseln. In meinem ersten Monat als Autor war ich an kreativen Workshops, Website- und Videoproduktionen beteiligt, begann meine zweite Karriere als Sprecher, verbesserte mein Deutsch und natürlich habe ich für Kunden bereits einige Blogbeiträge geschrieben. Hier geht es nicht nur darum, was du zu tun hast, sondern auch darum, was du für das Team tun kannst. Nicht nur kreativ sein, sondern diese Kreativität auf sinnvolle Weise in das Unternehmen und zu den Kunden zu tragen.

So fand ich im ersten Monat meinen inneren Punk. Schrieb über bahnbrechende Technologien. Oder habe mich mit dem Wasserstoff in der Marineindustrie beschäftigt. Über den letzten Facebook-Datenschutzverstoß habe ich mich mehr erfahren, als mir lieb ist. Doch ich weiß auch, was Unternehmen daraus lernen können.

Auf Wiedersehen Miami, Hallo Mannheim

Eine unkonventionelle Agentur braucht unkonventionelle Menschen. Und wie sie vielleicht gemerkt haben, habe ich keinesfalls einen traditionellen Hintergrund. Ich kam von Miami nach Mannheim. Ließ einen sicheren Job als Lehrer an einer öffentlichen Schule in den USA zurück, um neu anzufangen. In einem Land, in dem ich zwei Freunde hatte und die Sprache nicht kannte. Ich habe die Herausforderung angenommen und bin jetzt hier in dieser Agentur mit Menschen, die nicht nur aus unterschiedlichen Motiven hier sind, sondern sich auch selbst immer wieder herausfordern. Gemeinsam haben wir in über neun verschiedenen Ländern gelebt und sprechen über sechs verschiedene Sprachen. All diese kulturellen Erfahrungen werden mit jeder neuen Idee an den Tisch gebracht.

Unternehmen, die sich an die globalen Märkte wenden wollen, brauchen eine Agentur, die verschiedene Kulturen versteht. Wenn man die inhärente Kreativität zur Vielfalt der Menschen hier hinzufügt, erhält man eine Mischung, die jeder im Raum spüren kann. Jede Aufgabe ist eine neue Gelegenheit, die eigenen Ideen zum Nutzen unserer Kunden zu verwirklichen.

Und das war erst mein erster Monat hier.

Ähnliche Beiträge

10 Jahre Aufbruch: Unsere Jubiläumsfeier im Tankturm

German Brand Award für Markenrelaunch der CEBIT

German Brand Award für HIMA