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Chancen im Stillstand: B2B-Kommunikation in Zeiten der Pandemie

Die deutsche Wirtschaft legt eine Vollbremsung hin – und mit ihr viele geplante Marketing- und Markenaktivitäten. Wir haben uns bislang bewusst mit einer Einschätzung zurückgehalten. Auf Basis erster Erfahrungswerte versuchen wir uns jetzt doch an ein paar Tipps für eine aktive und wirkungsvolle Kommunikation in unsicheren Zeiten.

1. Organisation stärken

Interne Kommunikation – schnell, klar und menschlich
Viele Menschen durchleben weltweit eine bislang nicht gekannte Phase der Unsicherheit und Angst. Unternehmen wanken, Politiker wechseln beinahe täglich ihre Strategie. Führungskräfte haben jetzt die Aufgabe, ihre Belegschaft offen über die eigene Krisenstrategie zu informieren – und das fortlaufend. Das Wissen, wie es um Einen steht, setzt Kräfte zur Bewältigung einer Krise frei. Dabei muss der Sound, die Tonalität der Botschaften zugleich motivierend, beruhigend und dem Ernst der Lage angemessen sein. Als Tools können neue Newsletter, Podcasts, Videos oder Memos schnell aufgesetzt werden und einfach helfen.

Markenführung – in Hochgeschwindigkeit mit weniger Regeln
Wie schnell eine Krise ein ganzes Land in ein agiles Arbeitsexperiment verwandelt, erleben wir derzeit alle. Hilfszahlungen kommen nach wenigen Tagen an, Unternehmen stellen über Nacht ihre Produktion auf Krisenprodukte um, Kliniken stocken in wenigen Wochen ihre Betten auf. Was normalerweise quälend dauert, gelingt jetzt mit vereinten Kräften sofort. Geschwindigkeit geht über Perfektion. Das ist eine Inspiration für die Markenführung der Zukunft. Weniger Regeln, schnellere Umsetzung, mehr Mut zum Ausprobieren. Nutzen Sie diese Tage dafür, ihre Marke entsprechend anzupassen – und entschlacken Sie Ihre Kommunikationsregeln. Die Welt bleibt zu unberechenbar für starre Vorgaben.

2. Marke stabilisieren und Rest-Nachfrage sichern

Anzeigen – günstig wie nie bei riesiger Reichweite
Leider gibt es derzeit wirklich nur ein Thema, denn Menschen und Unternehmen sind gefühlt im Überlebensmodus. Daher sind die TKPs selbst bei den reichweitenstärksten Webseiten im Keller. Es lohnt sich trotzdem, hier genau hinzusehen. Denn auch die akute Phase der Krise wird vorübergehen. Wer noch solide dasteht und jetzt sein digitales Geschäft stärken will, sollte daher – vielleicht zum ersten Mal überhaupt – über Online-Kampagnen nachdenken. Gehen Sie dabei unbedingt kreativ auf die aktuelle Lage ein und verkaufen Sie (noch) keine Heile-Welt-Szenarien, vermitteln Sie stattdessen vielleicht einen Nutzwert. Rabatte von bis zu 80% für Anzeigen sind derzeit locker machbar – bei einer teilweise um das Fünffache gestiegenen Reichweite.

Vertrieb – massiv digitalisieren
Die Krise beschleunigt die Transformation in den Unternehmen. Für einige kommt sie vermutlich leider schon zu spät. Videokonferenzen waren das große Ding in Sachen Heimarbeit. Nach der ersten Schockstarre starten nun endlich breite Initiativen für einen digitalen Vertrieb: LinkedIn-Schulungen und -Kampagnen, digitale Showcases und Online-Events. Probieren Sie es einfach aus, vielleicht sogar in Virtual Reality. Unsere Prognose: B2B-Geschäft ohne physische Anwesenheit – das funktioniert viel besser als die meisten noch immer befürchten. Dieser Trend wird sich über die Krise hinaus etablieren und unseren Alltag dauerhaft verändern.

 

Info: Sie brauchen Unterstützung für Ihre Krisenkommunikation? Wir sind für Sie da.
Rufen Sie an: 0621 40 54 79 51 oder schreiben Sie an info@calliesundschewe.de. 

 

Foto: Aziz Acharki, Unsplash

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